Aktuelle Entwicklungen
 
Vorläufiger Stopp der Bebauungspläne
 
Die Stadt Essen gab bekannt das die geplante Fläche in Haarzopf vorläufig nicht bebaut werden soll, weitere Bebauungspläne anderer Flächen wurden ebenfalls verschoben.
 
Bürgerfest / Demo am 18.6. / 12:30 
 
Bei dieser Veranstaltung wird es dieses mal ausser der Begrüßung keine Reden geben, es soll mit einem Bürgerfest nach der Demo allen die Möglichkeit geben werden in einem geselligen Rahmen miteinander ins Gespräch zu kommen. 
 
 
Zwischenstand
 
Aufgrund der aktuellen Entwicklungen werden im Moment rechtliche Schritte geprüft als weiteres Vorgehen. Sobald belastbare Informationen vorliegen werden diese veröffentlicht.
 
Über 1000 Teilnehmer: Friedliche Demonstration in Haarzopf
 
Die Bürgerinitiative „Haarzopf/Fulerum sagt nein“ lud am Samstagmorgen zu einer Demonstration gegen die Bebauung von 15 Essener Grünflächen nach Haarzopf ein. Dem Aufruf folgten mehr als 1000 Bürger, Landwirte, viele Aktive der Initiativen Fischlaken, Leithe, Schuir und Hexbachtal sowie Vertreter aus Politik. Gemeinsam setzten sie ein eindrucksvolles Zeichen des Protestes. Daniel Reinhardt von der Initiative „Haarzopf/Fulerum sagt nein“ dazu. „Mit so vielen Teilnehmern hätten wir nicht gerechnet. Weder das nass-kalte Wetter noch die von der Stadt Essen veröffentlichte Nachricht, welche Flächen nun nicht mehr zugebaut werden sollen, hielten die Bürger davon ab, heute äußerst friedlich, dafür umso imposanter für unsere Grünzüge einzustehen.“ Reinhardt weiter: „Jetzt sollte jedem in Essen klar sein: Wir lassen uns auch nicht durch die Meldungen der Stadt den Wind aus den Segeln nehmen. Wir protestieren weiter, und zwar gemeinsam mit der Bürgerschaft und den anderen Initiativen.“
 
Nach einer kurzen Rede von Reinhardt machte sich der Demonstrationszug auf den Weg über die Hatzper Straße in Richtung Tommesweg und wieder zurück zum Haus Erbach. Angeführt von Traktoren der Essener Landwirte zeigten die mehr als 1000 Protesteilnehmer, viele mit Hunden und Kindern, ausgestattet mit selbstgebastelten Plakaten und Spruchbändern: So geht friedlicher Protest. Der örtliche Supermarkt aus der Neuen Mitte Haarzopf  nahm die Teilnehmer zum Ende des Demonstrationszuges mit einer tollen Geste in Empfang und verteilte Äpfel. „Eine tolle Aktion, von der wir nichts wussten. Herzlichen Dank für diese kreative Unterstützung,“ so Reinhardt.
 
Dietmar Matzke, seit Jahrzehnten engagiert für die Grünzüge in Haarzopf, begann die anschließende Kundgebung mit eindrucksvollen Worten. „Ich finde es toll, dass sich so viele hier heute trotz der Nachrichten der Stadt einfinden, um der Stadt zu sagen: Finger weg von unseren Grünflächen.“ Dr. Horst Pomp, Bundesverdienstkreuzträger, Gründungsmitglied des Runden Umwelttisches Essen (Rute) und Essens Umweltaktivist der ersten Stunde, zeigt nochmal deutlich auf, wie wichtig der Widerstand gegen die städtischen Bebauungspläne ist. Elisabeth van Heesch-Orgaß von der BAL mahnte in ihrer Rede, dass der Protest gegen die Bebauung nicht nachlassen darf und ein Bürgerbegehren nachwievor das vorrangige Ziel der Initiativen sein sollte. Neben den drei Rednern wollten dann auch Thomas Rotter (SPD) zusammen mit Brigitte Harti (CDU) auf die provisorische Bühne der „Initiative Haarzopf / Fulerum sagt nein“. Nach wochenlangem Schweigen sicherten sie zumindest zu, eine Bebauung beider Haarzopfer Flächen abzulehnen. Wolfgang Freye (DIE.LINKE) und Thomas Grünewald (FDP) sprachen ebenfalls zu den Anwesenden und teilten die allgemeine Einschätzung, dass der Protest mit den Planänderungen der Stadt nicht beendet werden sollte.
 
Zum Abschluss der Kundgebung bedankte sich Reinhardt ausdrücklich bei der Polizei, die die Demonstration begleitete und den Verkehr in Haarzopf regelte. Während der Demonstration wurden zudem viele weitere Unterschriften gesammelt.

Als Ergebnis der engen Zusammenarbeit der Essener Initiativen sei an dieser Stelle nochmals auf die nächsten Aktionen hingewiesen:

Initiative Leithe, Demonstration vor dem Krayer Rathaus  am 18. Januar, 18.30 Uhr
Initiative Schuir, Bürgerversammlung, 19. Januar, 19 Uhr, Reitstall Beckmann
Initiative „Rettet das Hexbachtal“, Protestaktion durchs Landschaftsschutzgebiet  am 24. Januar, 11 Uhr, Rötterhoven