Rat der Stadt Essen entscheidet im Januar über Bebauung von 15 schützenswerten Grünflächen

 
Die Stadt Essen entscheidet am 27.01.2016 in ihrer Ratssitzung über die Bebauung von 15 Grünflächen, Landschaftsschutzgebieten und landwirtschaftlich genutzten Flächen.  
 
Die Begründung der Stadt Essen: Es werde dauerhafter Wohnraum für 6000 Flüchtlinge benötigt. So wurden am 16.12.2015 in der Ratssitzung insgesamt 15 Flächen im Essener Stadtgebiet durch die Stadtverwaltung zur Bebauung im Jahr 2016 vorgeschlagen. Beginn der Baumaßnahmen: Februar 2016! Die Verwaltung wurde in der Dezember-Sitzung von der Politik beauftragt, die Flächen zu prüfen. Nach nicht mal 6 Wochen, abzüglich 2 Wochen geschlossener Stadtverwaltung in den Weihnachtsferien, wird nun am 27. Januar über die Bebauung entschieden. D.h. für die 15 betroffenen Gebiete: Eine große Zahl Wohncontainer oder Holzhäuser (einfachste Flüchtlingssiedlung laut Aussagen der Stadt) für je bis zu 800 Flüchtlingen pro Fläche.  
 
Die Stadt will mit dieser Strategie Fakten schaffen, um in der späteren Planung den Landschaftsschutz aufzugeben und in mittelfristiger Planung dort „normale“ Wohnbebauung zu platzieren.
 
Aus Grünflächen, schützenswerten Frischluftschneisen, Naherholungsgebieten und Landschaftsschutzgebieten wird so unter dem Deckmantel „Flüchtlinge“ Bauland geschaffen.
 
Ein wichtiger Hinweis: Es geht hier nicht um Flüchtlinge! Die Homepage Essen-sagt-Nein hat ausschließlich zum Inhalt, sich gegen die Pläne der Stadt Essen zu wehren, unter geändertem Asylrecht schützenswerte Grünzüge in Essen in Bauland umzuwandeln.
 
Für Fulerum und Haarzopf sind folgende Flächen von der Stadt Essen vorgesehen: 
 
 
 
(Foto Stadt Essen) Haarzopf, Bereich Hatzperstraße/Spielkampsweg: 65 000 Quadratmeter Fläche plus 30.000 Quadratmeter Reserve.
 
 
(Foto Stadt Essen) Fulerum, Bereich Humboldtstraße, Spieckermannstraße: 66.000 Quadratmeter Fläche
 
 
Weitere Flächen, die von der Stadt Essen geprüft werden:  
 
  • Fischlaken, Bereich Zimmermannstraße/Viehauser Berg: 63.000 Quadratmeter Fläche plus 52.000 Quadratmeter Flächenreserve
 
  • Freisenbruch, Bereich Sachsenring/Reibenkamp: 57.000 Quadratmeter Fläche plus 13.000 Quadratmeter Reserve.
 
  • Leithe, Bereich Am Isinger Bach/Hochfeldstraße: 38.000 Quadratmeter Fläche, davon bebauungsplangesicherte Kleingärten: 20.000 Quadratmeter.
 
  • Bedingrade/Schönebeck, Bereich Rötterhoven: am Rand des Hexbachtals 25.000 Quadratmeter Flächen, 221.000 Quadratmeter Reserve
 
  • Westviertel, Frohnhauser Straße/Berthold-Beitz-Boulevard: 37.000 Quadratmeter Fläche plus 6000 Quadratmeter Reservefläche
 
  • Altenessen, Bereich Hövelstraße/Am Lichtbogen/Bäuminghausstraße: 32.000 Quadratmeter
 
  • Leithe: Lahnbecke. 20.000 Quadratmeter Fläche

 

  • Kettwig, Bereich Karrenbergsfeld, August-Thyssen-Straße (rechts): 47 000 Quadratmeter Fläche plus 40.000 Quadratmeter Reservefläche.
 
  • Katernberg, Bereich Ückendorfer Straße/Grundstraße/Am Handwerkerpark: 24 000 Quadratmeter plus 42.000 Quadratmeter Reservefläche.
 
  • Altenessen: 20.000 Quadratmeter plus 40.000 Quadratmeter Reservefläche am Rhein-Herne-Kanal, direkt östlich der Altenessener Straße
 
  • Schuir, Wallneyer Straße am Wetteramt: 69.000 Quadratmeter Fläche
 
  • Horst, Bereich Sachsenring, Dahlhauser Straße: 38.000 Quadratmeter Fläche plus 41.000 Quadratmeter Reserve
 
  • Überruhr-Hinsel, Bereich Heuweg/Überruhrstraße, 30.000 Quadratmeter Fläche plus 25.000 Quadratmeter Reservefläche.